Wir werden unsere weltweiten und auch deutschen Klima-/Umweltziele nicht erreichen, ohne das landwirtschaftliche Problem zu lösen. Dafür sind die Auswirkungen der industriellen Landwirtschaft auf unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu groß.

  • Ca. ¼ aller globalen Treibhausgase stammen aus der Landwirtschaft
  • Wir verlieren in atemberaubendem Tempo Ackerflächen durch Bodenerosion und Zerstörung der darin lebenden Mikroorganismen
  • Wir erzeugen maritime Todeszonen weil Dünger von unseren Feldern über die Flüsse in die Meere gespült werden und dort die Ökosysteme zerstören
  • ⅓ aller Insekten sind weltweit vom Aussterben bedroht. Grund dafür sind der hohe Einsatz von Pestiziden und riesige Monokulturen. In Deutschland ist die Menge an Insekten in den letzten 30 Jahren um erschreckende 75% zurück gegangen. 
  • Industrielle Landwirtschaft entwickelt sich zum Artenkiller Nummer 1

Hinzu kommen weitere bekannte Probleme wie zum Beispiel

  • der Verseuchung von Grundwasser durch Nitrate
  • Wasserknappheiten durch intensive Bewässerung
  • der Entstehung multiresistenter Keime in der Massentierhaltung
  • eine ethisch nicht zu verantwortende Nutztierhaltung
  • ein genetische Verarmung unserer Obst/Gemüsesorten und der gehaltenen Nutztiere

Wir sind in Deutschland mitten im Geschehen. Die Hälfte unserer Landesfläche wird landwirtschaftlich genutzt und unsere Produktionabläufe sind eng mit der globalen Landwirtschaft verwoben. Das Futter für unsere Tierhaltung wird zum Beispiel häufig in den Gen-Soja-Mais Monokulturen Südamerikas produziert und wir exportieren Unmengen von Milch und Fleisch.

Ganz zu schweigen von den sozialen Problemen die unsere Landwirtschaft in Ländern anrichtet, die wirtschaftlich weniger stark aufgestellt sind als wir. Hochsubventionierte Produkte aus EU-/Deutscher Produktion werden in diesen Ländern zu Schleuderpreisen auf den Markt geschwemmt und zerstören dort lokale Agrarmärkte.