Die Bedeutung von Grünland für Ökosysteme wird immer noch stark unterschätzt. 

Die derzeitige Nutzung von Grünland in der Landwirtschaft schöpft die darin enthaltenen Potentiale nicht annähernd aus. 

Seit Mitte Mai 2019 weiden auf einer Fläche von ca. 10 Hektar Zweinutzungsrinder auf dem Haidehof. Schon nach einem guten halben Jahr des holistischen Weidungmanagements (Holistic Planned Grazing) zeigen sich die ersten Erfolge in Bezug auf verbessertes Graswachstum (erhöhte Produktivität) und Artenvielfalt. 

Durch intelligentes Management des Graslandes soll gezeigt werden, dass im Vergleich zu normal bewirtschaftetem Grünland auf der Fläche:

  • die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren bedeutend zunimmt. Sowohl oberhalb der Erde als auch in der Erde.
  • der Kohlenstoffgehalt im Boden ständig zunimmt, d.h. die Fläche bindet das Klimagas.
  • der Boden eine deutlich erhöhte Wasserspeicherkapazität aufweist
  • Humus aufgebaut wird
  • das Gras-/Heu eine höhere Qualität aufweist
  • der Gras-/Heuertrag wesentlich höher ist

Die Fläche wird dadurch zu einer in Deutschland einzigartigen Demonstrationsfläche für Beweidung.

Wissenschaftliche Begleitung wird das Projekt vom Institut für Ecosystems Functioning & Services der Leuphana Universität Lüneburg.