1. Eine der größten Herausforderungen ist die Vermarktung der Milch. Zweinutzungsrinder ist geben weniger Milch als spezialisierte Milchrassen. Hinzu kommt, dass die muttergebundene Haltung der Kälber über mehrere Monate die vermarktbare Milchmenge reduziert. Ausgelichen werden muss diese über einen höheren Milchpreis.
  2. Die Kombination Haltungsbedingungen, Fütterung und Rinderasse sorgen für eine außergewöhnliche Qualität der Milch. Eine solche Premiummilch lässt sich nicht über die normalen Molkereibetriebe zu einem angemessenen Preis vermarkten. Eigene, innovativere Vertriebswege sind dafür nötig. Die Milch von Hans Möller wird über die eigene Marke „De Öko Melkburen“ vermarktet.
  3. Auch bei der Fleischvermarktung sind eigene Wege notwendig. Im Gegensatz zur allgemeinen Auffassung – und leider auch Abrechnungssystemen von Schlachthöfen – liefern Zweinutzungsrinder ein sehr gutes Fleisch. Die Muskelfasern der Tiere sind bedeutend feiner als die von Fleischrindern und der Geschmack ist intensiv. Das Fleisch entspricht allerdings nicht den normalen Sehgewohnheiten von Konsumenten. Hier ist viel Aufklärung notwendig. Außerdem muss das Fleisch bei der Reifung anders behandelt werden als normales Rindfleisch. Der Zugang und die enge Kooperation mit einem guten Hausschlachter ist Gold wert.
  4. Wie bei allen innovativen Projekten muss ein erhöhter Aufwand für Marketing und Vertrieb eingeplant werden. Sei es ein Direktvertrieb oder die Zusammenarbeit mit einem eigenen Vertriebspartner. Auf jeden Fall sind kreative Lösungen notwendig.

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